HOME Deutsch 

Kulturwirtschaft - ein Branchenmix mit besonderen Merkmalen

In der schweizerischen Kulturwirtschaft haben sich in den letzten Jahrzehnten eigene kulturelle Mrkte herausgebildet. Dazu zhlen der Buchmarkt, die Musikwirtschaft, der Kunstmarkt, die Filmwirtschaft sowie der Markt der darstellenden Knste. Dieser kulturelle Branchenmix unterscheidet sich vom ffentlich finanzierten Kulturbereich dadurch, dass hier privatwirtschaftliche Kulturunternehmen und freiberufliche Knstler ttig sind, die knstlerische und kulturelle Gter und Dienstleistungen fr einen Endverbrauchermarkt erzeugen. Die Kulturwirtschaft weist ein grosses Arbeits- und Beschftigungspotential und in einigen kulturellen Teilmrkten beachtliche wirtschaftliche Umsatzpoten-tiale auf.

Die schweizerische Kulturwirtschaft wird bislang stark unterschtzt, weil sie begrifflich noch schwer zu fassen ist. Im Unterschied zum staatlichen und gemeinntzigen Kulturbetrieb mit den Theatern, Orchestern, Museen, Bibliotheken, etc. gibt es fr die Kulturwirtschaft bislang kein berzeugendes Gesamtbild. Die in verschiedenen Lndern wie Frankreich, Grossbritannien, Finnland, Deutschland oder Italien erarbeiteten Branchenuntersuchungen umfassen Kultur-, Medien- und Kreativbranchen. Durch die Verwendung eines sehr weit gefassten Begriffs von Kreativitt werden Teilbereiche einbezogen, die bis zu den Multimedia-, Software- oder IT-Sektoren reichen knnen. Das hier fr die schweizerische Kulturwirtschaft verwendete Abgrenzungskonzept geht bewusst von einem engen Begriff des Kulturellen aus. Die knstlerische Produktion und die kulturellen Dienstleistungen der Knstlerberufe bilden den Focus fr eine Kulturwirtschaft im engeren Sinne. Dazu zhlen die oben aufgefhrten Branchengruppen: Buch, Musik, Kunst, Film und Darstellende Kunst, die zusammen rund 5,3 Mrd. CHF jhrlich an Gesamtumstzen erzielen. Der quantitativ wichtigste Bereich ist der Buchmarkt mit seinen 2 Mrd. CHF Umstzen, gefolgt von der Musikwirtschaft. An dritter Stelle folgt der Kunstmarkt. Im weiteren Sinne werden diejenigen kulturellen Branchen einbezogen, die fr die kulturelle und mediale Verbreitung stehen. Das sind vor allem die Phono- und Pressemrkte, die zusammen mit Rundfunk und weiteren kunsthandwerklichen Wirtschaftszweigen Gesamtumstze in Hhe von 11,7 Mrd. CHF jhrlich erwirtschaften. Mit einem rechnerischen Gesamtumsatz von 17 Mrd. CHF finden damit knapp 82`000 Beschftigte in der Kulturwirtschaft einen Arbeitsplatz. Bezogen auf das Beschftigungspotenzial der Gesamtwirtschaft erreicht die Kulturwirtschaft einen Anteil von ber 2%. berlegungen zur Kulturwirtschaft weisen eine wichtige kulturpolitische Komponente auf, da enge Austauschbeziehungen zwischen der ffentlichen Kulturfrderung und der Kulturwirtschaft bestehen. Dies zeigt sich nicht nur in den Biographien vieler Knstler, die zunehmend weniger ausschliesslich im ffentlichen Sektor beschftigt sind, und ihre Existenzen in beiden Sektoren aufbauen, sondern auch darin, dass die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Teilsektoren nicht nur komplementr, sondern durchaus auch konkurrierend sind. Die Entstehung von qualitativ hoch stehender Kunst ist lngst keine ausschliessliche Sache der ffentlichen Kulturfrderung mehr. Knstlerische Produktion existiert sowohl im ffentlichen, gemeinntzigen und eben auch privatwirtschaftlichen Bereich.

 

Christoph Weckerle Christoph Weckerle
Koordinator Forschung und Entwicklung der HGK Zrich. Forschungs- und Beratungsttigkeit im Feld der Kulturpolitik. Projektleitung.
Hubert Theler Hubert Theler
Ehemaliger Kulturbeauftragter des Kantons Fribourg. Forschungs- und Beratungsttigkeit im Bereich Kulturpolitik. Expertenttigkeit fr den Europarat. Dozent an der HGKZ
Michael Sndermann Michael Sndermann
Geschftsfhrer des Arbeitskreises Kulturstatistik. Berater zur empirischen Kulturwirtschaft fr verschiedene Kultur- und Wirtschaftsministerien in den deutschen Bundeslndern.
Otto Hofecker Otto Hofecker
Professor am Institut fr Kulturmanagement der Universitt fr Musik und darstellende Kunst Wien. Mitglied der Leadership Group (LEG) on Cultural Statistics der EU.
Sabine Peternell Sabine Peternell
Coodination Research Cultural Industries Universitt fr Angewandte Kunst Wien

HOME HOME
Worum geht es
AUSGANGSLAGE
AUSGANGSLAGE
Einführungsmaterial
FORSCHUNG FORSCHUNG
Beschreibung Forschungsmaterial
FACHPOLITIK
FACHPOLITIK
Positionen und Perspektiven
MRKTE
MÄRKTE
Anwendungsgebiete
KONTAKT KONTAKT
Adressen
LINKS LINKS
interessante Internetseiten
 

Anbei werden sie informiert über neue Texte, die sie auf unserer Seite finden.
 
5. Kulturwirtschaftstag NRW in Dsseldorf
05.02.2005
Am 21. Februar 2005 setzen sich im Dsseldorfer Ehrenhof Wirtschaftsvertreter, Politiker und Verbandsleute in einer ganzttigen Veranstaltung mit dem Kunstmarkt auseinander. Die bildende Kunst ist fr Nordrhein-Westfalen ein bedeutender Standort- und Wirtschaftsfaktor. Wie geht es jetzt mit den Entwicklungspotentialen des nationalen und internationalen Kunstmarktes weiter? Offen fr Alle, Anmeldung unter: Link
Kulturwirtschaft in Berlin
04.02.2005
Die Friedrich Nauman Stiftung veranstaltete in Berlin eine Tagung zum Thema Kulturwirtschaft. Das Projektteam "Kulturwirtschaft Schweiz" war mit zwei Rednern vertreten. Link
Kreativwirtschaft Berlin an der UdK
04.02.2005
Am 4. Februar 2005 wird die Internationalisierung der Creative Industries in Berlin diskutiert. Ein Symposium der Universitt der Knste (UdK) soll zeigen wie sich die internationale Vermarktung und die Zusammenarbeit mit Unternehmen im Ausland in der Praxis gestaltet und auf welche Weise Probleme bewltigt werden knnen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung unter: Link
Kulturwirtschaft im Sden
04.02.2005
Auch in Baden-Wrttemberg/Deutschland beginnt die grundstzliche Auseinandersetzung mit dem Modell "Kulturwirtschaft". Das Wirtschaftsministerium BW entdeckt berraschend viele Projekte auf eigenem Terrain. Siehe Link
Kulturwirtschaftsbericht im Norden
04.02.2005
Im November 2004 prsentierte das Kultusministerium in Schleswig-Holstein/Deutschland den ersten Kulturwirtschaftsbericht SH. Lesenswert ist nicht nur der besonders selbstkritische Umgang mit dem Thema, sondern dass sich endlich ein Kulturministerium (und nicht Wirtschaftsministerium) ernsthaft offensiv um die kreative Problematik kmmert. Link
Nur Karl Valentin hat es gemerkt!
04.02.2005
Schon im Jahre 2001 berichtete die Landesregierung dem Bayerischen Landtag ber die regionale Kulturwirtschaft. Aber keiner hats gemerkt, berichtete Karl Valentin. Und das, obwohl sich die KW zu "einem der wichtigsten Wirtschaftszweige mit groem Wachstums- und Beschftigunspotenzial entwickelt" habe. Am Ende stehen wieder die ffentlichen Theater im Fokus des Berichts. Ob dieser schnen Konfusion lohnt sich das Nachdenken doch wieder, rt Valentin. Link
Creative Europe: on the governance and management of artistic creativity in Europe
28.07.2004
Information about the final results and various contributions (articles, papers, policy profiles, partners, sponsors etc) have been posted to the newly created project website: www.creativeurope.info
Kulturelle Beschftigung in Europa
28.07.2004
Gemss neuen Zahlen von Eurostat betrgt der Anteil der Kulturwirtschaft an der gesamten europischen Beschftigung 2.5% Download
European Economic and Social Committee
28.07.2004
Das "European Economic and Social Committee" legt einen Bericht zu den Creative Industries vor. Download
European Parliament Resolution on Cultural Industries
28.10.2003
At its plenary session on 4th of September, the European Parliament adopted the text of a resolution included in the Parliament's Report on Cultural Industries. The report, presented by MEP Ms Zorba on behalf of the European Parliament Committee on Culture, calls amongst other things for a more precise definition of cultural industries, a European map of cultural industries, and more support for these industries and for the mobility of persons and circulation of works in the cultural sector. Bericht des europischen Parlaments
Neuerscheinung zum Buchmarkt
20.10.2003
Christian Rusch: Buchhandel in der Schweiz: Eine empirisch-deskriptive Analyse der Marktstruktur und Ent-wicklung strategischer Optionen Helbing & Lichtenhahn, 2003. 332 Seiten. Gebunden. CHF 78. / EUR 49.. ISBN 3-7190-2216-1
Pressekonferenz zum Projekt
14.10.2003
Der Pressetext ist unter der Rubrik "Forschung" / "Projekt". Die gesamte Studie ist ab November auf dieser Seite zugnglich.
Mit dem Newsletter erhalten sie regelmässig aktuelle Informationen.
Vorname/Name

E-Mail

   Newsletter abonnieren
     

Hier erhalten sie Neuigkeiten, die sich in der Kulturwirtschaft oder Kulturpolitik zugetragen haben.

31.01.2005
Allianzen zwischen Kultur und Wirtschaft: Unser Mitglied Michael Soendermann hat am 27. Jaunar 2005 in Potsdam beim Expertenworkshop "Allianzen zwischen Kultur und Wirtschaft" der Landesagentur fr Struktur und Arbeit (LASA) Brandenburg/Deutschland einen Impulsbeitrag zur Kulturwirtschaft gehalten. Sie finden die verwendeten Folien in der Rubrik "Ausgangslage / Grundlagen".

weitere News >>

     
Informieren sie ihre Freunde via Email über kulturwirtschaft.ch

Ihr Name

Empfänger E-Mail

   Internetseite weiterempfehlen
 
Diese Internetseite wurde fr den Internet Explorer ab Version 5.0 und Netscape ab Version 6.0 optimiert.
Hochschule fr Gestaltung und Kunst Zrich

Universitt fr angewandte Kunst Wien

Kultur-Wirtschaft-Forschung in Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

www.netspirit.ch
Samstag, 05.02.2005