Kulturwirtschaft Schweiz eine internationale Vergleichsstudie mit besonderer Bercksichtigung der Designwirtschaft Schweiz
Positionierung
In der EU ist der Bereich der Kulturwirtschaft seit den 80er Jahren als bedeutender Wachstumssektor erkannt. Die Schweiz verfgt dazu ausser fr den Filmsektor ber keine wissenschaftlich fundierten Daten. Relevante Themen (Abgrenzung Kulturfrderung / Kulturwirtschaft; Abbildung der Dynamik des Sektors; ...) sind nicht diskutiert. Ebenfalls ist die Aufbereitung von Erkenntnissen aus dem Forschungsfeld Kulturwirtschaft fr den (kultur-, arbeitsmarkt-)politischen Diskurs nicht existent.
Der Einbezug international ausgewiesener und eng mit den diesbezglichen EU-Forschungsaktivitten verknpften Experten in das Projekt Kulturwirtschaft Schweiz ermglicht es, diesen Rckstand effizient aufzuholen, und aus der vergleichenden Analyse zustzliche Erkenntnisse zu gewinnen.
Projektziele
Die Studie gliedert sich in zwei Teile:
Teil 1: In einem im Rahmen des Projektes definierten kulturwirtschaftlichen Kernbereich werden methodische Grundsatzfragen lnderbergreifend (A, CH, D) geklrt und Basisdaten errechnet.
- Allgemein soll die Abgrenzung bzw. Komplementaritt (Die Fachliteratur spricht von Kapillarbeziehungen.) der Bereiche (staatliche) Kulturfrderung und (private) Kulturwirtschaft beleuchtet werden.
- Kultur-, arbeitsmarktpolitischen und kulturwirtschaftlichen Entscheidungstrgern werden erstmalig Daten und Argumentarien zur Verfgung gestellt werden. Die Schweiz holt mit der Studie einen allseits erkannten Rckstand (insb. im Hinblick auf das europische Umfeld) auf. Es kann so bspw. die Dynamik des kulturwirtschaftlichen Sektors (Wertschpfung, Beschftigtenzahlen, ...) in seiner Gesamtheit aufgezeigt werden.
Teil 2: Fr eine geplante Vertiefung der Untersuchung im Designbereich wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Dabei werden folgende Elemente von Relevanz sein:
- Wie lsst sich der Designbereich basierend auf europischen Standards und im schweizerischen Kontext abgrenzen?
- Welche Daten mssen fr eine umfassendere Studie erhoben werden, wo kann mit Sekundrdatenanalysen gearbeitet werden?
- Welche Akteure mssen einbezogen werden, und welche Positionen nehmen diese gegenber der Studie ein?
Es werden zudem im Sinne eines Pretests fr einen eng definierten Teilbereich designspezifische Daten errechnet. Auch diese werden den oben genannten Zielgruppen aus Wirtschaft, Politik und Kultur kommentiert zur Verfgung gestellt.
Durch eine Publikation (mit Manual-Charakter) werden die Erkenntnisse einer breiten (Fach-) ffentlichkeit zugnglich gemacht.
Zeitplan
Projektstart: 1.7.02
Projektende: 31.3.03
Methodik
Die Daten werden fr die Schweiz aus bereits bestehenden Datenstzen (Erwerbsttigenstatistik, Produktions- u. Wertschpfungsstatistik, Finanzstatistik, ...) des Bundesamtes fr Statistik (BfS) herausgefiltert. Die Kompatibilitt zwischen der allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige der Schweiz (NACE) und derjenigen der EU (NOGA) ermglicht dabei die internationale Vergleichbarkeit.
Der 1. Teil der Studie (s. dazu Projektziele) ist pragmatisch angelegt. Sowohl inhaltlich als auch bezglich der entwickelten Systematik knnen die Resultate als Grundlage fr weitere Vertiefungsstudien im Bereich Kulturwirtschaft genutzt werden. Durch eine Orientierung an gesamteuropischen Tendenzen (bspw. Systematiken Eurostat) wird eine hohe Kompatibilitt mit den Anstzen der EU erreicht.
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31.01.2005 Allianzen zwischen Kultur und Wirtschaft:
Unser Mitglied Michael Soendermann hat am 27. Jaunar 2005 in Potsdam beim Expertenworkshop "Allianzen zwischen Kultur und Wirtschaft" der Landesagentur fr Struktur und Arbeit (LASA) Brandenburg/Deutschland einen Impulsbeitrag zur Kulturwirtschaft gehalten.
Sie finden die verwendeten Folien in der Rubrik "Ausgangslage / Grundlagen".